Nach einer längeren Pause ist es wieder Zeit für einen neuen Blogeintrag an dieser Stelle. Die eben genannte Pause lässt sich relativ einfach begründen: zum einen gab es in den Wochen nach meinem letzten Post nur eine tatsächliche Kurseinheit (und selbst diese fand nur in verkürzter Form statt), zum anderen folgten dann die Weihnachtsferien und auch da gab es logischerweise nicht allzu viel zu berichten. In den letzten beiden Wochen vor den Ferien standen aber unsere Unterrichtsauftritte auf dem Programm, auf die wir doch schon einige Wochen hingearbeitet hatten. Deshalb möchte ich diesen Eintrag nutzen, um auf die von uns geplanten und durchgeführten Stunden einzugehen und in diesem Zusammenhang auch meine Erfahrungen und Erkenntnisse niederzuschreiben.
Wie bereits mehrmals erwähnt sollte sich unsere Doppelstunde mit dem Thema Alexander der Große beschäftigen und möglichst auf den Einsatz von Neuen Medien abgestimmt sein. Wir überlegten uns daher in der Gruppe eine abwechslungsreiche Planung, die wir am 15.Dezember in die Tat umsetzen sollten. Ich sollte kurz auf die Adressatenanalyse eingehen und dann den Persienfeldzug von Alexander näher erläutern. Schließlich sollte daran gleich meine Kollegin Sylvia anknüpfen und auf die Städtegründungen eingehen, während Kerstin und Dino in der zweiten Hälfte der Einheit die Verschmelzungspolitik und den Hellenismus beleuchten sollten. Dazu hatten wir eine eigenständige Recherche der Schüler/innen zu den Städtegründungen, eine Filmanalyse zur Verschmelzungspolitik sowie eine Learning-App zum Hellenismus bzw. zum Thema Religionen geplant, wobei alle Arbeitsaufträge und Materialien in einem von uns erstellten Blog zu finden waren.
Soviel zur Planung. Wir kamen also an besagtem Montag um 9:45 in die 5C des Laaerberg Gymnasiums und begannen mit einer kurzen Begrüßung. Wir erklärten, was wir in den kommenden beiden Stunden vorhatten und gingen dann gleich zur Besprechung der Adressatenanalyse über. Ich war mit meinem Teil an der Reihe und besprach einige wichtige Punkte, die bereits bei der von uns mit der Klasse erstellten Mind-Map genannt wurden und leitete dann zum Persienfeldzug über. An Hand einer Karte, die wir via Beamer an die Wand projizierten, skizzierte ich den Verlauf und besprach einige entscheidende Aspekte mit der Klasse. Danach setzte Sylvia fort und ich half ihr bzw. besser gesagt den Schüler/innen bei der Recherche und etwaigen Unklarheiten. Im Prinzip dauerte unser Part ziemlich genau an die 50 Minuten und somit lagen wir gut im Zeitplan. Auch der zweite Teil der Einheit, der von Kerstin und Dino geleitet wurde, passte zeitlich sehr gut und gegen Ende konnten wir sogar noch eine kurze Feedbackrunde durchführen.
Ich persönlich war mit unserem Auftritt und der Mitarbeit der Klasse äußerst zufrieden, da eigentlich alles nach Plan lief und es zu keinen wirklichen Problemen kam. Die Schüler/innen wirkten sehr interessiert und arbeiteten auch entsprechend mit. Natürlich kam uns entgegen, dass die Klasse aus nur 12 Schüler/innen bestand und daher das Arbeitsklima mehr als angenehm war. Auch das Feedback fiel für uns erfreulich aus, da wir nahezu nur positive Rückmeldungen erhielten und vor allem für unsere abwechslungsreiche Stunde gelobt wurden. Folglich waren wir alle sehr erleichtert und verließen mit einem Gefühl der Bestätigung und um eine Erfahrung reicher die Schule.
Diese von uns gehaltene Doppelstunde half mir auf mehreren Ebenen weiter. Zum einen schlicht und einfach als weitere Erfahrung in einer für mich neuen Schule, was im Lehramtsstudium mit Sicherheit nie schaden kann, zum anderen als Bestätigung, dass eine gute Vorbereitung auf den Unterricht eindeutig zu erkennen ist und auch von den Schüler/innen entsprechend angenommen wird. Darüber hinaus hat mir das Unterrichten einfach richtig Spaß gemacht und mir gezeigt, dass ich mich für den richtigen Beruf entschieden habe und es kaum erwarten kann, diesen auch tatsächlich auszuüben.
Abschließend kann ich nur sagen, dass ich wirklich froh bin diese Erfahrung gemacht zu haben und nehme eine Reihe von neuen und hilfreichen Erkenntnissen für meine weitere Laufbahn als Lehrer mit. Ich bin schon gespannt auf die letzten beiden Einheiten des Kurses und freue mich auf hoffentlich einiges an neuem Input!
Bis bald,
David
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